Laubsauger

Laubsauger sind im Herbst eine nützliche Hilfe. Denn während sich die meisten über bunt gefärbte Blätter an den Bäumen im Wald freuen und auch das Laubrascheln beim Waldspaziergang genießen, stört das Laub vor dem eigenen Hauseingang und auf dem gepflegten Rasen sehr. In diesen Fällen haben Sie als Gartenbesitzer grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Sie können mit viel Zeit und Kraftaufwand das Laub zusammenrechen oder einen Laubsauger verwenden. Der spart Ihnen nicht nur viel Zeit beim Entfernen des Laubs, sondern bringt auch noch gesundheitliche Vorteile mit sich. Statt sich zu bücken, um das Laub aufzunehmen, saugt der Laubsauger es einfach ein, sodass Sie es anschließend direkt aus dem Auffangbehälter in den Müll oder auf den Kompost geben können.

Worauf Sie beim Kauf eines Laubsaugers achten sollten

Beim Kauf eines Laubsaugers sollten Sie allerdings ein paar wesentliche Punkte beachten. Sie haben die Wahl zwischen dem

  • Laubsauger mit Benzinantrieb,
  • Laubsauger mit Akku und dem
  • Laubsauger mit Elektromotor.

Neben der Wahl des richtigen Antriebs sollen Sie auch auf das Gewicht des Laubsaugers achten, auf die Leistung, die Geräuschentwicklung im Betrieb und vieles mehr.

Welcher Antrieb für den Laubsauger?

Zunächst sollten Sie sich für eine Antriebsart entscheiden. Der Laubsauger Benzin wird vor allem mit der enormen Kraft beeindrucken. Er eignet sich vor allem für sehr große Grundstücke und weist in der Regel eine höhere Leistung auf. Hinzu kommt, dass Sie beim Laubsauger mit Benzinantrieb nicht an ein Kabel gebunden sind und mehr Bewegungsfreiheit im Vergleich zum Laubsauger mit Elektromotor erhalten. Allerdings entstehen durch den Benzinmotor auch entsprechende Gerüche und die Kosten für die Anschaffung sind bei diesen Modellen am höchsten. Ebenso ist das Gewicht vergleichsweise hoch, was schnell zu Ermüdungserscheinungen beim Arbeiten führen kann.

Der Laubsauger mit Elektromotor ist je nach Modell besonders preiswert in der Anschaffung. Er eignet sich aber schon aufgrund des benötigten Kabels eher für kleinere Flächen. Dafür bietet er den Vorteil, zeitlich uneingeschränkt arbeiten zu können. Es muss weder Benzin nachgefüllt noch der Akku aufgeladen werden.

Bleibt noch der Laubsauger mit Akku. Preislich gesehen befindet er sich zwischen den beiden anderen Modellen. Wer großen Wert auf Umweltfreundlichkeit legt, ist mit dem Akku-Laubsauger am besten beraten, da dieser keine Emissionen im Betrieb ausstößt. Zudem wird der Laubsauger mit Akku meist mit einem geringen Gewicht versehen. Wer allerdings dieses Modell für größere Grundstücke verwenden möchte, sollte sich gleich einen Ersatz-Akku mit zulegen, denn zeitlich sind Sie durch die Akkulaufzeit eingeschränkt.

Warum das Gewicht des Laubsaugers für den Kauf so wichtig ist

Vor dem Kauf des Laubsaugers sollten Sie sich auch über dessen Gewicht informieren. Im Schnitt gibt es die Geräte mit einem Eigengewicht zwischen drei und acht Kilogramm. Beim Laubsauger mit Benzin müssen Sie noch das Gewicht des Benzins, beim Akku-Gerät das Gewicht des Akkus mit hinzuaddieren.

Ebenso müssen Sie das Gewicht des eingesaugten Laubs mit berücksichtigen, sodass die Arbeit mit dem Laubsauger schnell kräftezehrend werden kann. So sind zwar große Laubauffangsäcke vorteilhaft, weil Sie sie nicht dauernd leeren müssen, eignen sich aufgrund des hohen Gewichts aber nicht für lange Arbeiten. Im Durchschnitt bieten die integrierten Laubsäcke ein Volumen von 40 bis 50 Liter. Entscheiden Sie sich für einen Laubsauger mit integriertem Häcksler, werden Laub und kleine Äste, die eingesaugt wurden, soweit zerkleinert, dass sie nur noch gut ein Zehntel des ursprünglichen Volumens ausmachen. Damit können Sie das Sauggut auch auf dem Kompost verwenden, jedoch passt zehn Mal mehr davon in den Auffangbehälter, sodass dessen Gewicht sich weiter erhöhen kann.

Wie wichtig ist die Geräuschentwicklung des Laubsaugers?

Einer der größten Nachteile des Laubsaugers ist die Geräuschentwicklung. Moderne Geräte kommen mit 80 db(A) aus, viele Modelle entwickeln aber eine Lautstärke von 100 db(A) und mehr im Betrieb. Diese unterliegen dann der Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung. Für den Einsatz im privaten Bereich sind damit die Zeiten, zu denen mit dem Gerät gearbeitet werden darf, stark eingeschränkt. Erlaubt ist das Laubsaugen dann nur zwischen 09 und 13 Uhr vormittags und 15 bis 17 Uhr nachmittags. Außerdem darf der Laubbläser nur werktags eingesetzt werden. Ein generelles Verbot für den Einsatz besteht an Sonn- und Feiertagen. Den geringsten Lärmpegel erreichen Sie meist mit einem Laubsauger mit Akku oder einem Elektromotor.

Welche Leistungen sind für den Laubsauger empfehlenswert?

Generell gilt, je höher die Leistung des Laubsaugers, desto besser eignet er sich für große Flächen. Eine hohe Leistung geht aber auch fast immer mit einem höheren Geräuschpegel im Betrieb einher. Daher sind Sie gut beraten, wenn Sie einen Kompromiss zwischen Leistung und Geräuschentwicklung finden.

Für die Leistung sind vor allem zwei Werte entscheidend:

  1. Blas-Geschwindigkeit
  2. Saugleistung

Die Blas-Geschwindigkeit gibt an, welche maximale Geschwindigkeit der austretende Luftstrom erreicht. Sie wird in Kilometern pro Stunde (km/h) angegeben. Die Saugleistung gibt die maximale Leistung in Kubikmetern pro Stunde (cbm/h) an. Da die meisten Laubsauger auch einen Laubbläser darstellen, sind beide Leistungsvarianten für die Kaufentscheidung von Bedeutung.

Durch den häufig integrierten Laubbläser können Sie das Laub zunächst auf einem Haufen zusammenblasen und es anschließend aufsaugen. So müssen Sie nicht zu lange das Gewicht des Saugguts tragen. Allerdings erfordert es auch einige Übung, da schon eine falsche Bewegung dazu führen kann, dass das sorgfältig zusammengetragene Laub wieder in alle Winde verstreut wird.

Bei der Blas-Geschwindigkeit sollten Sie darauf achten, dass Sie diese stufenlos regulieren können. Bei der maximalen Geschwindigkeit wird trockenes Laub zu weit geweht, feuchtes Laub benötigt jedoch genau diesen starken Luftstrom, um sich überhaupt zu bewegen.

Was kostet ein guter Laubsauger?

Die Kosten für einen guten Laubsauger beginnen ab etwa 30 Euro, wobei nach oben kaum Grenzen gesetzt sind. Am günstigsten sind noch die Elektro-Laubsauger, die Benziner kosten ab etwa 90 Euro und beim Laubsauger mit Akku müssen Sie mit 30 bis 50 Euro für die Einsteigergeräte rechnen. Weitere Kosten können durch den zusätzlichen Kauf eines Ersatz-Akkus entstehen.

Wann lohnt sich der Laubsauger?

Der Laubsauger ist zusammenfassend immer dann geeignet, wenn viele Laubbäume den eigenen Garten bereichern und den heimischen Rasen im Herbst unter einer dicken Laubschicht begraben. Dann spart der Laubsauger Zeit beim Entfernen des Laubs und macht diese Aufgabe auch einfacher, weil Sie nicht mehr alles mit der Hand rechen und aufsammeln müssen.