Rasen düngen – Schöneres Grün mit Rasendünger



Der Rasen ist das Aushängeschild eines Gartens. Die Grünfläche sollte möglichst gleichmäßig geschnitten, gesund, grün und saftig aussehen und kein Unkraut wie Moos oder Giersch sollte das schöne Bild der grünen Weide verschandeln. Wenn es mit dem Rasen nicht klappen will, kann das auch am Boden liegen: Ihr Boden kann sehr nährstoffarm oder übersäuert sein, was dem Gras zu schaffen macht. Gerade nach einem harten Winter ist der Boden oft ausgelaugt, die Nährstoffe wurden sprichwörtlich „herausgespühlt“.  Auch die kleinen Graspflänzchen ernähren sich nicht nur von Luft: Mit genügend Sonne, Luft und einem nährstoffreichen Boden wird der Rasen umso dichter und strapazierfähiger. Ein Rasendünger kann hier die richtige Lösung sein. Wir erklären Ihnen, wie Sie Ihren Rasen richtig düngen!

Warum Rasen düngen?

Bei einigen Gartenbesitzern ist das Rasen düngen verpöhnt: das grüne Kraut wächst schließlich von selbst und benötigt keiner besonderen Pflege. Warum also Rasen düngen? Das das nicht sitmmt, sehen Sie spätestens an einem liebevoll gepflegten Rasen, der deutlich vitaler und gesünder dasteht als der eigene. Im Winter werden viele Nährstoffe aus dem Boden ausgewaschen, darunter auch Kalk, der für einen neutralen Boden-PH-Wert sorgt. Wer seinen Rasen ausreichend mit Nährstoffen versorgt, wird bald kein Problem mehr mit Unkraut und kahlen Stellen im Rasen haben.

Wann sollte man den Rasen düngen?

Einen kräftigen Rasen mit sattem Grün und dichter Grasnarbe müssen Sie nicht unbedingt Düngen. Hier sieht man dem Rasen an, dass er genug Nährstoffe aus dem Boden gewinnen kann. Übermäßiges Düngen kann dem Rasen sogar schaden. Das sehen Sie an braunen, teils verbrannten Flecken auf dem Rasen. Hier kann der Boden den Dünger nicht mehr aufnehmen. Das Gegenteil lässt sich auch schnell erkennen: Typische Mangelerscheinungen für Nährstoffe im Boden sind langsam oder garnicht wachsender Rasen, Unkraut und Moos, sowie kahle Stellen in der Grasnarbe. Hier lohnt das regelmäßige Rasen düngen sicherlich. Ist Ihr Rasen von Unkraut und Moos befallen, lohnt ein Bodentest, um den PH-Wert Ihres Bodens zu bestimmen, denn gerade Moos ist ein sicheres Zeichen für einen übersäuerten Boden. Ist der PH-Wert Ihres Bodens weit unterhalb dem neutralen PH-Werts 7, lohnt es sich auch, den Rasen zu kalken und zu Vertikutieren.

Düngen Sie bestenfalls in den Abendstunden, kurz vor einem Regenschauer, damit der Dünger auch in den Boden einziehen kann. Der Dünger sollte nicht allzu lange Zeit der prallen Sonne ausgesetzt sein. Bleibt der Regen aus, sollten Sie Ihren Rasen bewässern, um Verbrennungen zu vermeiden.

Rasen düngen im Frühjahr

Gerade nach dem Winter ist es wichtig, den Rasen ausreichend zu düngen. Im Winter braucht der Rasen seine Reserven auf und leidet zudem unter Frost und Schnee. Je eher Sie den Rasen im Frühjahr düngen, desto eher kann er sich auch von den Strapazen erholen und wieder zu alter Farbe und Vitalität kommen. Im Regelfall sollten Sie das erste Mal ein bis zwei Wochen vor dem ersten Rasenmähen düngen, also zwischen Mitte März und Mitte April. Nutzen Sie für die erste Düngung einen stickstoffhaltigen Dünger, dieser fördert das Graswachstum und sorgt für kräftige Blattbildung. Nutzen Sie hier ruhig eine höhere Menge an Dünger. Vor dem ersten Düngen im Frühling lohnt es sich auch, den Boden aufzulockern, den Rasen zu aerifizieren oder den Rasen zu vertikutieren.

Rasen düngen im Sommer

Wenn Ihr Rasen strapaziert wird, können Sie Ihn eine zweites Mal im Sommer düngen. Hier sollten Sie bestenfalls Mitte Mai bis Mitte Juni Ihren Rasen düngen. Verwenden Sie einen kaliumhaltiger Dünger, um das Gras gegen die sommerliche Hitze und Krankheiten zu stärken. Auch können Sie einen sogenannten Langzeitdünger verwenden. Dieser sollte vor allem auf Stickstoff, Kalium und Zeolithe basieren. Zeolithe werden vor allem für den Langzeiteffekt und gegen Pilzbildung eingesetzt.

Rasen düngen im Herbst

Im Herbst sollten Sie den Rasen noch einmal düngen. Hier eignet sich der Zeitraum von Ende August bis Mitte September besonders gut, um den Rasen für den Winter zu stärken. Sollten Sie im Sommer auf den Langzeitdünger verzichtet haben, bietet sich hier die ideale Einsatzmöglichkeit. Langzeitdünger sorgt hier für eine gleichmäßige und lang anhaltende Nährstoffversorgung von bis zu drei Monaten. So kommt Ihr Rasen gut über den Winter.

Wie oft Rasen düngen?

Wie oft Sie Ihren Rasen düngen sollten, hängt unter anderem von der benutzten Saat und der Nutzung Ihres Rasens ab. Ist Ihr Rasen zum Beispiel durch Grillfeste, Kinder oder Fußballspiele stark beansprucht, sollten Sie Ihren Rasen regelmäßig mit Nährstoffen versorgen, um ihn strapazierfähiger zu machen. Hier sollten Sie mindestens 3-4 mal im Jahr Düngen (siehe oben). Ein wenig beanspruchter Zierrasen kann auch nur im Frühling und im Herbst oder gar nur im Frühling gedüngt werden.

Welche Nährstoffe braucht der Rasen?

Die wichtigsten Nährstoffe für Pflanzen sind Wasser, Kohlendioxyd und Sauerstoff, damit er durch Photosynthese Energie gewinnen kann. In kleineren Mengen sind auch die Elemente Schwefel, Eisen, Calcium, Kupfer und Zink für ein gesundes Pflanzenwachstum nötig. Die wichtigsten Nährstoffe in Rasendüngern und Ihre Wirkung haben wir Ihnen hier aufgelistet:

Nährstoff Wirkung
Stickstoff Stärkt das Wachstum und sorgt für kräftigere Blätter
Kalium Wichtig für dauerhaften Schutz gegen Krankheiten, Trockenheit und Frost
Phosphor stärkt Wurzelwachstum & Stoffwechsel
Magnesium & Eisen für satte Grünfärbung
Zeolithe Speicherung mit Langzeitwirkung, pilzhemmend

Der richtige Rasendünger für Ihren Rasen

Die Auswahl der Rasendünger ist groß, sie reicht vom organischen Dünger bis hin zum Dünger mit Unkrautvernichter und zum Langzeitdünger. Dabei hat jedes Düngemittel einen anderen Verwendungszweck:

Der organische Langzeitdünger setzt sich ausschließlich aus Hornspänen, Treber, Guano, Melasse, Hühnerkot und weiteren organischen Stoffen zusammen. Er bietet eine umweltfreundliche und natürliche Methode, den Rasen zu düngen. Jedoch riecht er bisweilen eher streng und benötigt einige Wochen, bis er seine Nährstoffe abgibt, da Bodenorganismen den organischen Dünger erst zersetzen müssen. Der Nährstoffgehalt des organischen Düngers ist in geringerer Konzentration vorhanden, der Boden wird auf lange Frist aber deutlich fruchtbarer.

Der mineralische Dünger bzw. Kunstdünger (z.B. Blaukorn) gibt bereits nach zwei bis drei Tagen seine Nährstoffe frei. Er wird auch gerne in der Landwirtschaft oder von Gärtnereien verwendet, wenn Pflanzen schnell hoch gepäppelt werden sollen. Jedoch ist die Wirkdauer recht kurz, bereits nach zwei bis drei Wochen sind die Nährstoffe komplett aufgebraucht. Die Nährstoffzusammensetzung ist auch nicht ideal für den Rasen (solange sie keinen extra für den Rasen angefertigten Kunstdünger kaufen). Bei falscher Anwendung können hier Verbrennungen auf der Rasenfläche entstehen. Bei Niederschlag besteht die Gefahr, dass Nitrat ins Grundwasser gelangen kann. Achten Sie deshalb darauf, möglichst nitratfreien Dünger oder Dünger mit wenig Nitrat-Anteil zu kaufen.

Der organisch-mineralischer Langzeitdünger ist ein Mischdünger: Er bietet alle für den Rasen wichtigen Nährstoffe in der richtigen Mischung. Durch einige Beigaben wie zum Beispiel Zeolithe überdüngen Langzeitdünger den Rasen nicht und sind so auch ungefährlicher für Verbrennungen auf dem Rasen, der Dünger zieht bei Bewässerung in den Boden ein und gibt bis über 3 Monate hinweg seine Nährstoffe ab. Für die meisten Anwender ist ein organisch-mineralischer Mischdünger als Langzeitdünger die beste Wahl, da er eine Sofort- und eine Langzeitwirkung vereint.

Flüssigdünger ist eher teuer in der Anschaffung und wird vor allem für Golf- und Fußballfelder verwendet. Er ist auch für den Hausgarten geeignet. Besonders praktisch: Der Flüssigdünger zieht auch ohne Bewässerung schnell ein, braune Flecken und Verbrennungen im Rasen gibt es hier nicht.

Rasendünger mit Unkrautvernichter ist meist eine Unterart von organisch-mineralischem Langzeitdünger. Dem Düngemittel mit dreimonatiger Wirkdauer wird ein Unkrautvernichter beigemischt, der Löwenzahn, Disteln, Gänseblümchen und Co. zuverlässig abtötet. Das Unkraut muss anschließend mit einer Harke aus dem Rasen entfernt werden. Gegen Moos und Giersch ist der Rasendünger mit Unkrautvernichter leider weniger geeignet, da der verwendete Unkrautvernichter nicht stark genug ist. Hier sollten Sie Handschuhe tragen und auch darauf achten, den Rasen nicht zu überdüngen, da auch hier Schäden am Rasen durch Verbrennungen auftreten können.

Den Dünger richtig verteilen

Flüssigdünger können Sie einfach mit Wasser in der Gießkanne mischen und gleichmäßig auf die Rasenfläche auftragen. Das Mischverhältnis entnehmen Sie bitte der Herstellerangabe. Bei sehr großen Rasenflächen kann auch auf einen Rasensprenger oder eine Bewässerungsanlage zurückgegriffen werden – optimal für Sportfelder.

Wenn Sie einen Feststoffdünger, wie mineralischen Rasendünger oder Langzeitdünger, verwenden, sollten Sie auf eine möglichst gleichmäßige Verteilung achten. Der Boden sollte gleichmäßig mit Nährstoffen versorgt werden und keine Stelle sollte überdüngt werden, da sonst Verbrennungen drohen. Wer keine ruhige Hand und viel Übung hat, sollte hier auf ein Hilfsmittel zurückgreifen. Eine bewährte Methode ist der Streuer:

Schleuderstreuer

Den Schleuderstreuer gibt es als kleinen Handstreuer oder als großen Streuwagen für größere Rasenflächen. Die kleinsten Modelle haben unter 2kg Fassungsvermögen, die größeren fassen durchaus 10kg und mehr. Der Rasendünger wird flächig gestreut und so optimal verteilt, sodass keine Flecken oder Streifen im Rasen entstehen.

Walzenstreuer

Der Walzenstreuer ist vor allem für Golf- und Fußballfelder geeignet. Ihn gibt es als Wagen, der in gleichmäßigen Bahnen über den Rasen geschoben werden muss, um ein gutes Düngeverhältnis zu erreichen. Überlappungen können schnell zu Überdüngung und zu Schäden an der Rasenfläche führen.